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Ausländische Fachkräfte in der Zahnmedizin: Eine Chance für Deutschland

Die Zahnmedizin in Deutschland ist ein Bereich, der ständig in Bewegung ist. Mit der steigenden Anzahl von Patienten und dem Bedarf an qualifizierten Fachkräften wächst auch die Notwendigkeit, ausländische Fachkräfte in diesen Sektor zu integrieren. In diesem Blogbeitrag werden wir uns mit dem Thema der Anerkennung ausländischer Abschlüsse in der Zahnmedizin und den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, beschäftigen.

Die Zahl der anerkannten ausländischen Abschlüsse in der Zahnmedizin ist in den letzten Jahren gestiegen. Dies ist eine positive Entwicklung, da es den Arbeitsmarkt für ausländische Fachkräfte öffnet und gleichzeitig den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Deutschland deckt.


Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Das Verfahren zur Feststellung der Gleichwertigkeit überprüft ausländische Berufsabschlüsse mit dem deutschen Referenzberuf ZFA (Zahnmedizinische Fachangestellte). Dieses Verfahren dient der Transparenz, sodass Arbeitgeber die Auslandsqualifikation besser einschätzen können und sich die Arbeitsmarktchancen der Antragsteller erhöhen. Es ist jedoch keine zwingende Voraussetzung für eine Tätigkeit im Berufsfeld ZFA.


Für die Durchführung des Verfahrens nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) ist deutschlandweit ausschließlich die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe zuständig. Voraussetzung für das Verfahren ist ein ausländischer Ausbildungsabschluss, der auf staatlichen Rechts- oder Verwaltungsvorschriften beruht.


Möglichkeiten und Herausforderungen

Die Integration ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt bringt sowohl Möglichkeiten als auch Herausforderungen mit sich. Einerseits können ausländische Fachkräfte dazu beitragen, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Deutschland zu decken. Andererseits kann der Prozess der Anerkennung ausländischer Abschlüsse komplex und zeitaufwendig sein.


Die Bearbeitung eines Antrags dauert mindestens vier Monate. Die Bearbeitungskosten für die Gleichwertigkeitsfeststellung liegen bei ca. 350 Euro. Bei positiver Entscheidung wird die ausländische Berufsqualifikation einer bestandenen Abschlussprüfung zur/zum Zahnmedizinischen Fachangestellten nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) gleichgestellt. Eine einmal festgestellte Gleichwertigkeit gilt für ganz Deutschland.


Alternative: Ausbildung zur ZFA

Alternativ zur Gleichwertigkeitsfeststellung besteht die Option, eine ZFA-Ausbildung in einer Zahnarztpraxis in Deutschland zu absolvieren. Sie dauert drei Jahre (bei Verkürzung zwei Jahre), deckt alle Bereiche für eine Tätigkeit in der Zahnarztpraxis in Deutschland ab und endet mit einem bundesweit anerkannten Berufsabschluss.


Fazit

Die Integration ausländischer Fachkräfte in die deutsche Zahnmedizin ist ein wichtiger Schritt, um den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken. Durch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und die Möglichkeit, eine Ausbildung zur ZFA in Deutschland zu absolvieren, werden neue Möglichkeiten für ausländische Fachkräfte geschaffen und gleichzeitig der deutsche Arbeitsmarkt gestärkt.