Direkt zum Hauptbereich

E-Rezept wird in Zahnarztpraxen ab 2024 zur Pflicht

 In Zahnarztpraxen wird noch immer viel Papier für die Ausstellung von Rezepten verwendet. Doch ab dem Jahr 2024 wird sich das ändern, denn ab diesem Zeitpunkt wird das E-Rezept bundesweit zur Pflicht. Das bedeutet, dass es höchste Zeit ist, sich sowohl technisch als auch organisatorisch auf das elektronische Verfahren vorzubereiten.


Seit Juli 2023 ist es bereits möglich, Rezepte elektronisch zu empfangen und einzulösen, sowohl über die E-Rezepte-App als auch per elektronischer Gesundheitskarte (eGK). Die Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Papierausdruck sind beachtlich: weniger Verwaltungsaufwand, eingesparte Wege und die einfache Ausstellung von Folgerezepten. Die Erfahrungen von Zahnarztpraxen mit dem E-Rezept während der Testphase sind laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) durchweg positiv.


Dennoch entwickelt sich die flächendeckende Nutzung im Praxisalltag eher zögerlich. Deshalb hat die Bundesregierung entschieden, dass ab dem 1. Januar 2024 alle Zahnärztinnen und Zahnärzte fit für die Ausstellung von E-Rezepten sein müssen. Der Gesetzgeber fordert, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur noch per elektronischem Rezept ausgestellt werden dürfen. Nur unter bestimmten Bedingungen, wie beispielsweise einer IT-Störung, dürfen sie noch zum Muster 16, dem herkömmlichen Papierrezept, greifen.


Für den Fall, dass die erforderliche Technik bis zum Stichtag nicht nachweisbar ist, hat der Gesetzgeber Sanktionen vorgesehen. Dabei sind eine Kürzung der monatlichen TI-Pauschale um die Hälfte und eine Vergütungskürzung um ein Prozent im Gespräch.


E-Rezept ausstellen: Voraussetzungen schaffen


Zahnarztpraxen sollten die kommenden Monate nutzen, um sich auf das elektronische Rezept vorzubereiten. Die KZBV stellt umfangreiche Informationen zur Verfügung. Hier sind einige Schritte, die bereits jetzt unternommen werden können:


Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI): Praxen müssen an die TI angeschlossen sein, was einen E-Health-Konnektor und einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) erfordert.

Eigener elektronischer Zahnarztausweis: Zahnärztinnen und Zahnärzte benötigen einen eigenen elektronischen Zahnarztausweis.

Konnektor-Update (PTV4+): Ein Konnektor-Update sollte durchgeführt werden, um bei der Signatur mit dem E-Zahnarztausweis nicht jedes Mal die PIN eingeben zu müssen.

Mehrere Kartenlesegeräte: Sinnvoll ist es, mindestens zwei Kartenlesegeräte in der Praxis zu haben, eines am Empfang und eines in einem weiteren Behandlungszimmer.

Um zu überprüfen, ob eine Zahnarztpraxis bereit für die Ausstellung von E-Rezepten ist, kann ein Test-E-Rezept der Gematik durchgeführt werden. Die KZBV bietet ebenfalls ausführliche Informationen zu den digitalen Anwendungen in der Zahnarztpraxis.


E-Rezept-ready – mit CLICKDOC E-Rezept


Sobald die ersten Voraussetzungen erfüllt sind, kann die digitale Abwicklung der Rezepte sehr einfach sein. In der CGM-Praxissoftware kann das CLICKDOC E-Rezept beispielsweise mit nur wenigen Klicks freigeschaltet werden – und das sogar kostenfrei. Nach der Freischaltung profitieren Zahnarztpraxen und Patientinnen und Patienten von effizienteren Praxisabläufen und verkürzten Wartezeiten bei der Rezeptausstellung.