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Innovative Zahnpasta könnte Erdnussallergierisiko senken

 Eine aktuelle Studie hat eine vielversprechende Methode zur Behandlung von Erdnussallergien vorgestellt, die als Orale Immuntherapie (OMIT) bekannt ist. Bei dieser Therapie werden über einen längeren Zeitraum hinweg kleine Mengen Erdnüsse verabreicht, um die Reaktion des Körpers auf Erdnüsse zu verringern. Ein innovativer Ansatz dieser Forschung besteht darin, eine eigens formulierte Zahnpasta als Trägermittel für allergene Erdnussproteine zu verwenden, die in die Mundhöhle transportiert werden.


Die Studie wurde auf dem jährlichen Treffen des American College of Allergy, Asthma and Immunology vorgestellt und präsentierte vielversprechende Ergebnisse. An der Studie nahmen 32 erwachsene Teilnehmer mit Erdnussallergie teil, die entweder eine steigende Dosis der neuen Therapie oder ein Placebo erhielten. Die Sicherheit und Verträglichkeit der Therapie wurden über 48 Wochen hinweg überwacht.


Die Teilnehmer, die die Zahnpasta erhielten, vertrugen die höchste vorgeschriebene Dosis ohne mittelschwere oder schwere systemische Reaktionen. Nebenwirkungen waren hauptsächlich lokal und mild, wie beispielsweise leichtes Jucken im Mund. Die Studie zeigte eine hohe Einhaltung der Therapie, ohne dass Teilnehmer die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen abbrachen.


Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass OMIT eine sichere und bequeme Option für Erwachsene mit Nahrungsmittelallergien sein könnte. Die Forscher planen weitere Langzeitstudien, um die langfristige Wirksamkeit der Zahnpasta-Therapie zur Verhinderung versehentlicher Erdnussaufnahme zu bewerten. Diese vielversprechende Therapie könnte auch bei Kindern weiterentwickelt werden.


Quelle: American College of Allergy, Asthma and Immunology