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Richtungsweisende Beschlüsse auf der Vollversammlung der BLZK - Standespolitik für bayerische Zahnärzte

Die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) hat auf ihrer ersten ordentlichen Vollversammlung nach dem Amtsantritt des neuen Vorstands im Dezember 2022 wegweisende Beschlüsse getroffen. Die klaren Botschaften an die Bundespolitik zeugen von einer großen inneren Geschlossenheit des Berufsstandes. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die wichtigsten Beschlüsse und die Bedeutung dieser Veranstaltung für Zahnärztinnen, Zahnärzte und die zahnärztliche Praxislandschaft in Bayern.


Die Dringlichkeit von GOZ und Fachkräftemangel


Der Vorstand der BLZK zog eine Bilanz der Arbeitsschwerpunkte des vergangenen Jahres, insbesondere im Bereich der beiden Schwerpunktthemen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und Fachkräftemangel. Die Dringlichkeit dieser Themen auf Landes- und Bundesebene wurde kontinuierlich und nachdrücklich betont. Die Sicherung der medizinischen Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum, steht im Fokus. Auch die politische Vernetzung des Vorstands mit den Parteien der bayerischen Regierungskoalition und auf Bundesebene wurde als entscheidend für die Umsetzung der Anliegen der Zahnärzteschaft hervorgehoben.


Beschlüsse der Vollversammlung


Die Delegierten der BLZK haben den Vorstand mit der Organisation und Durchführung eines Informations- und Protesttags in München beauftragt, der unter dem Motto "Es reicht, Herr Lauterbach!" steht. Die Politik wurde aufgefordert, die Rahmenbedingungen für inhabergeführte, freiberufliche Praxisstrukturen zu stärken und den Schutz von Gesundheitsdaten sowie die ärztliche Schweigepflicht zu gewährleisten. Darüber hinaus soll der Kosten- und Verwaltungsaufwand für die Angehörigen der Heilberufe verringert werden.


Ein weiterer wichtiger Beschluss betrifft die Anpassung des GOZ-Punktwerts nach 36 Jahren Untätigkeit und die Einführung einer nötigen Dynamisierung. Die Bürokratie soll abgebaut werden, und der Gesetzgeber wurde aufgefordert, die Vorschläge der zahnärztlichen Körperschaften zeitnah umzusetzen. Auch Maßnahmen zur Bekämpfung des anhaltenden Fachkräftemangels in den Zahnarztpraxen wurden beschlossen.


Im Bereich der Digitalisierung wurde gefordert, eine individuelle Speicherung der Gesundheits- und Krankheitsdaten auf patienteneigenen Datenträgern zu ermöglichen. Falls die elektronische Patientenakte (ePA) umgesetzt wird, sollte ein Opt-in-Verfahren anstelle des geplanten Opt-out-Verfahrens eingeführt werden. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen sollte dazu beitragen, Zahnärztinnen und Zahnärzten eine Arbeitsentlastung und Kostenersparnis zu bieten und somit einen Mehrwert für die Patientenbehandlung und die Praxisorganisation zu schaffen.


Fazit


Die Vollversammlung der BLZK hat wegweisende Beschlüsse gefasst, die die Standespolitik für bayerische Zahnärzte beeinflussen werden. Die Veranstaltung zeugt von einer starken Geschlossenheit der Zahnärzteschaft und unterstreicht die Dringlichkeit der angesprochenen Themen. Die Beschlüsse sind ein deutlicher Appell an die Politik, die Belange der Zahnärzteschaft zu berücksichtigen und die medizinische Versorgung in Bayern sicherzustellen.