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Rückgang der Opioid-Verschreibungen in der Zahnmedizin: Ein Blick auf die Entwicklungen

 Die Anwendung von Opioid-Schmerzmitteln in der zahnärztlichen Praxis in den USA hat in einer aktuellen Studie an Bedeutung verloren. Forscher der University of Michigan haben herausgefunden, dass zwischen 2016 und 2022 die Anzahl der an Patienten aller Altersgruppen verabreichten zahnärztlichen Opioid-Verschreibungen um erstaunliche 45 Prozent zurückgegangen ist. Trotz dieses Rückgangs erhielten im Jahr 2022 immer noch 7,4 Millionen Patienten Opioid-Verschreibungen.


Die Studie legt nahe, dass die COVID-19-Pandemie den Abwärtstrend der Opioid-Verschreibungen in der Zahnmedizin ausgebremst hat, insbesondere nach der vorübergehenden Unterbrechung der zahnärztlichen Versorgung im Jahr 2020. Obwohl Jugendliche und junge Erwachsene weiterhin weniger Opioid-Verschreibungen erhielten, verlangsamte sich der Rückgang bei anderen Patientengruppen nach Juni 2020.


Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass einige Zahnärzte aus Sorge, dass Patienten während der Pandemie keinen einfachen Zugang zur zahnärztlichen Versorgung hätten, Opioid-Medikamente vorsorglich verschrieben haben. Die Forscher betonen die Bedeutung der Reduzierung unnötiger Opioid-Verschreibungen in der Zahnmedizin, da diese Praxis das Risiko von Missbrauch und ungewollter Weitergabe von Opioiden erhöht.


Die Untersuchung basiert auf Daten von IQVIA, einem Unternehmen, das Veränderungen in der Verschreibung von Zahnarzneimitteln verfolgt. Unterschiede wurden in Bezug auf den Anbieter, den Versicherungstyp und die Region identifiziert, wobei die Verschreibung von Opioiden in der Südregion der USA am höchsten war.


Insgesamt verdeutlicht die Studie die Fortschritte bei der Reduzierung der Verschreibung von Opioiden in der zahnärztlichen Praxis. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass es notwendig ist, diese Bemühungen weiter zu verstärken, um eine sichere und effektive Schmerzkontrolle in der Zahnmedizin zu gewährleisten.