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ZFA-Mitglieder stimmen mehrheitlich zu: 147 Euro Erhöhung

 Die ZFA-Mitglieder des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) haben das Angebot der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen für Zahnmedizinische Fachangestellte in Hamburg, Hessen, Niedersachsen, im Saarland und Landesteil Westfalen-Lippe (AAZ) vom 5. Oktober 2023 mehrheitlich angenommen. Dies führt zu einer rückwirkenden Erhöhung der monatlichen tariflichen Vergütung für Vollzeitbeschäftigte in der ersten Tätigkeitsgruppe (TG) ab dem 1. Oktober 2023 um 147 Euro brutto. Berufsanfänger*innen erhalten nun einen Bruttostundenlohn von 14,01 Euro.


Zusätzlich werden die Ausbildungsvergütungen ab dem 1. Januar 2024 erhöht. Im ersten Ausbildungsjahr steigt die Vergütung auf 965 Euro monatlich, im zweiten Jahr auf 1.045 Euro und im dritten auf 1.130 Euro. Die Laufzeit beider Verträge endet am 31.12.2024.


Hannelore König, vmf-Präsidentin und Verhandlungsführerin bei den Tarifverhandlungen, betont, dass dieses Ergebnis von beiden Verhandlungspartnern als Mindeststandard angesehen wird. Sie empfiehlt, in Gesprächen mit den Arbeitgebern neben der Tarifbindung auch über weitere steuer- oder abgabenreduzierte Zusatzleistungen wie Inflationsausgleichsprämien, Fahrtkosten- oder Kinderbetreuungszuschüsse oder übertarifliche Zulagen zu sprechen.


Sylvia Gabel, ZFA-Referatsleiterin im vmf, ermutigt ihre Kolleginnen und Kollegen, auch die anderen Tätigkeitsgruppen ins Spiel zu bringen. Der Tarifvertrag sieht neben der TG I noch vier weitere Gruppen mit Zuschlägen zwischen 7,5 und 30 Prozent zur Grundvergütung vor. Diese Zuschläge können genutzt werden, wenn vertiefende bzw. spezielle Qualifizierungen im Umfang von mindestens 65 Unterrichtsstunden besucht wurden und eine arbeitsplatzbezogene Tätigkeit im Rahmen der erworbenen Kompetenzen vorliegt.


Die Verhandlungsführung hat das erzielte Ergebnis nur zähneknirschend akzeptiert, da der Beruf ZFA laut einer Fachkräfteengpassanalyse der Agentur für Arbeit für das Jahr 2022 zusammen mit den Pflegefachkräften den Spitzenplatz belegt. Eine Umfrage unter ZFA-Mitgliedern ergab, dass 39 Prozent der Teilnehmer in den letzten zwölf Monaten mindestens mehrere Male im Monat über einen Ausstieg aus dem Beruf nachgedacht haben. Der vmf sieht die geringe Entlohnung als einen der Hauptgründe für diese Situation.


Quelle: Verband medizinischer Fachberufe e.V.