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Zuckersteuer in Großbritannien: 12% weniger Zahnextraktionen bei Kindern

 Die Einführung der Softdrinksteuer in Großbritannien im Jahr 2018 hatte laut einer kürzlich im BMJ Nutrition, Prevention & Health veröffentlichten Studie einen beeindruckenden Effekt auf die Mundgesundheit von Kindern. Die Studie ergab, dass die Anzahl der Zahnextraktionen bei Kindern um beeindruckende 12% gesunken ist. Diese Maßnahme hatte besonders zuckerhaltige Getränke, die bis zu 50% des Zuckers in der Ernährung von Jugendlichen ausmachen, im Visier.


In England gehen fast 90% aller Zahnextraktionen bei Kindern auf Karies zurück, was auf den übermäßigen Konsum von zuckerhaltigen Getränken zurückzuführen ist. Die Analyse von Krankenhausdaten aus dem Zeitraum von 2014 bis 2020 ergab, dass die Einführung der Softdrink-Steuer zu einem signifikanten Rückgang der Krankenhauseinweisungen um 3,7 pro 100.000 Bevölkerung pro Monat führte. Dies entspricht bei nahezu 13 Millionen Kindern in England erstaunlichen 5.638 weniger Einweisungen aufgrund von Karies.


Es ist wichtig zu beachten, dass es sich bei dieser Studie um eine Beobachtungsstudie handelt, und weitere Untersuchungen erforderlich sind, um die langfristigen Auswirkungen der Zuckersteuer auf die Mundgesundheit zu bewerten. Dennoch sind die Ergebnisse äußerst vielversprechend und deuten darauf hin, dass ambitionierte Gesundheitsmaßnahmen wie eine Zuckersteuer positive Auswirkungen auf die Mundgesundheit von Kindern haben können.


Warum ist die Reduktion von Zucker in Getränken so wichtig?


Zuckerhaltige Getränke sind eine der Hauptursachen für Karies bei Kindern. Die hohe Zuckerkonzentration in diesen Getränken kann zu Zahnverfall führen und langfristige Gesundheitsprobleme verursachen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, den Zuckerkonsum bei Kindern zu reduzieren, um ihre Mundgesundheit zu schützen.


Fazit:


Die Einführung einer Zuckersteuer in Großbritannien hat gezeigt, dass sie dazu beitragen kann, die Anzahl der Zahnextraktionen bei Kindern erheblich zu reduzieren. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung besserer Mundgesundheit für die jüngere Generation. Es ist zu hoffen, dass solche Maßnahmen auch in anderen Ländern ergriffen werden, um das Wohlbefinden der Kinder weltweit zu fördern.